Indoorspielplatz im Zoo Eberswalde

Indoorspielplatz im Zoo Eberswalde

Indoorspielplatz im Zoo Eberswalde

Indoorspielplatz im Zoo Eberswalde

Vergabeverfahren mit integriertem Planungswettbewerb, 2016

Projektdaten:
    • Wettbewerb

Ulrich Müther brachte mit seinen doppelt gekrümmten Betonschalen- tragwerken eine exotische Note in die Architekturproduktion der DDR, so auch 1968 im Zoo Eberswalde. Dessen 2-geschossiges Restaurant ließ sich nun allerdings schwer nutzen, weshalb die obere Ebene separat als Spielplatz aktiviert werden soll. Unser Vorschlag sieht ein geschlossenes Spiel- und Klettermöbel vor, das die luftig-dynamische Raumwirkung der Mütherschen Schalenkonstruktion erfahrbar erhält. Die Kinder können sich an einer Kletterwelt mit Höhlencharakter und Aussicht erfreuen ohne den Restaurantbetrieb zu stören und die Gäste werden durch dieses scheinbar aufgeschnittene Gängesystem auf die Attraktionen des Zoos eingestimmt.

Wohn- und Geschäftshaus am Hausvogteiplatz

Wohn- und Geschäftshaus am Hausvogteiplatz

Wohn- und Geschäftshaus am Hausvogteiplatz

Wohn- und Geschäftshaus am Hausvogteiplatz

Investorenwettbewerb des Berliner Senates
“Wohn- und Geschäftshaus am Hausvogteiplatz“, 2007
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Cl. Thiemann und dem „Planungsteam Balzke & Palinske“
Projektdaten:
    • Wettbewerb

-Das Scharnier-
Das neue Wohn- und Geschäftshaus bezieht sich in seiner dreischichtigen Gliederung auf die Proportionen der beiden Vorgängerbauten auf diesem Grundstück – die Hausvogtei und die Reichsbank – und fügt die einzelnen „scharnierartig“ gegeneinander verdrehten Schichten zu einer durchgängigen, einprägsamen Figur zusammen. Die leichten Verdrehungen nehmen Bezug auf die Polygonalität des Stadtraumes und machen darüberhinaus die Nutzungsschichtung an der Fassade lesbar; EG und 1.OG bieten Raum für Café, Laden und Büroflächen, im 2.- 4.OG liegen individuell-kompakten Maisonette- und Etagenwohnungen und im 5.OG gewähren großzügige Penthouse-Wohnungen den Blick in den Himmel und ein wundervolles Panorama über die Berliner Stadtlandschaft.

Forsthaus Eberswalde

Forsthaus Eberswalde

Forsthaus Eberswalde

Forsthaus Eberswalde

Denkmalgerechte Sanierung eines Lehm-Fachwerkhauses von 1922 für den Stadtförster der Stadt Eberswalde

Projektdaten:
    • Auftraggeberin: Stadt Eberswalde
    • BGF: 240 m2
    • Zeitraum: 2013-2014
    • Leistungsumfang: HOAI-LP 1-7

Rathaus und Stadthalle Eschborn

Visualisierung Bestand und Neubau

Rathaus und Stadthalle Eschborn

Rathaus und Stadthalle Eschborn

Rathaus und Stadthalle Eschborn

Sanierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses sowie Neubau einer Stadthalle und Bibliothek
Visualisierung Bestand und Neubau
Projektdaten:
    • Auftraggeberin: Stadt Eschborn
    • BGF:  20.600 m2
    • Zeitraum: 2021
    • Leistungsumfang: HOAI-LP 1-2 (Wettbewerb)
Eschborn ist an den Ufern des Westerbachs entstanden. Den Bezug zum Westerbach und seinem Grünzug zu stärken ist das atmosphärische Leitmotiv des Entwurfs für die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses sowie den Neubau einer Stadthalle und Bibliothek. In diesem Sinne werden die Ufer des Westerbachs am Rathausplatz als Sitzstufen ausgeführt und der Grünzug wird über den Platz hinaus durch das neue Ensemble aus Rathaus und Stadthalle hindurch bis auf das öffentlich zugängliche Dach der Bücherei geführt.

Auf städtebaulicher Ebene erfolgt eine Ergänzung der Blockstruktur, die Gebäudehöhen nehmen jeweils Bezug auf die umgebende Bebauung. Gleichzeitig wird eine Passage zum nördlich angrenzenden Gebäude gebildet, an der auch die Bücherei positioniert ist.
Zusammen mit dem freigestellten und sanierten Rathaus-Altbau rahmt die Bücherei nun den neuen Haupteingang des Rathauses und der Stadthalle.

Bei der Wahl der Konstruktion und der Materialien spielt die Ökobilanz eine entscheidende Rolle. Es werden möglichst lokal verfügbare Baustoffe wie Holz und Lehm sowie rezyklierte Baumaterialien eingesetzt. Eine separiert rückbaubare Konstruktion erlaubt die spätere Weiterverwendung der Bauteile.

Neubau Tischlerei

Neubau Tischlerei

Neubau Tischlerei

Neubau Tischlerei

Neubau eines Firmensitzes als Holzbau im CleanTech Business Park Berlin-Marzahn

Projektdaten:
    • Auftraggeberin: Tischlerei
    • BGF: 2.027 m2
    • Zeitraum: 2015

    • Leistungsumfang: HOAI-LP 1-5
       

Im Berliner Nordosten entsteht derzeit der größte Industriepark der Stadt. Dieser Firmensitz mit Produktentwicklung, Produktionshalle und Verwaltung eines mittelständischen massivholzverarbeitenden Unternehmens möchte zum einen zur stadträumlichen Qualität dieses Teils der Stadt beitragen, gleichzeitig soll er dem eigenen Team und den Gästen etwas bieten, was in einem Industriegebiet nicht ganz selbstverständlich ist: eine “Welt” mit eigener Stimmung, einen Campus, auf dem die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens von der Produktentwicklung bis zur Fertigung als solche wahrnehmbar angeordnet sind. Durch die Konstellation der Baukörper, Wegebeziehungen und Kommunikationsflächen in heiterer, landschaftlicher Atmosphäre wird ganz beiläufig zu angenehmem und konstruktivem Austausch angeregt.

Aus diesem Ansatz resultiert eine flächige Anordnung des Baukörpers auf dem Grundstück mit einzelnen aufgesetzten Volumen, die allerdings nicht nur als additive Elemente lesbar sind: Durch die Positionierung der Baumassen und Höfe sowie durch die unterschiedliche Ausführung der Blockinnen- und -außenflächen erscheint das Gebäudeensemble gleichzeitig auch wie aus einem massiven Holzblock gesägt, was auch als Referenz an das Geschehen in der Produktionshalle gesehen werden kann, die durch dieses Gestaltungsprinzip zu einem formal selbstverständlichen Ensemblemitglied aufgewertet wird.

Der massive Holzblock ist dabei weit mehr als eine Metapher: Er bezeichnet v.a. ganz treffend die Konstruktion des Gebäudes. So ruhen die massiven Brettschichtholzdecken auf Holzständerwänden, die mit Zellulose gedämmt sind und auch die Innenausbauten, die Möbel und Sichtschutzelemente, die Fenster und Türen, die Fassade, die Dachterrasse und selbst das Tragwerk der Produktionshalle bestehen aus dem Multitalent Holz, das damit auch die Innenraumqualität maßgeblich bestimmt.

Besucherzentrum Frohnauer Hammer

Besucherzentrum Frohnauer Hammer

Besucherzentrum Frohnauer Hammer

Besucherzentrum Frohnauer Hammer

Offener, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb für Architektur und Freianlagen zur Neu- und Umgestaltung des Technischen Museums Frohnauer Hammer im Erzgebirge
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit plancontext landschaftsarchitektur, Berlin

Projektdaten:
    • Wettbewerb

Der Hof – Das Herz des Ensembles
Das in Jahrhunderten gewachsene Gebäudeensemble aus dem Frohnauer Hammer, einer Schmiede mit wasserkraftbetriebenen Hammerwerken, und dem Hammer-Herrenhaus ist das älteste technische Denkmal Sachsens, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Erzgebirges und durch seinen weitestgehend authentischen Erhaltungszustand äußerst wertvoll für die lebendige Geschichtsvermittlung. Die Erhaltung und bessere Erfahrbarkeit dieses Ensembles, also auch des Hofraumes zwischen beiden Kulturdenkmalen als drittem Ensemblemitglied, ist das zentrale Thema unseres Entwurfs.

Schon der Eingang zum Besucherzentrum befindet sich daher nicht außerhalb, sondern auf dem Hof, sodass die Gäste unmittelbar in die authentische Atmosphäre des Hammer-Ensembles „eintauchen“ und somit angemessen auf die lebendige, leiblich erfahrbare Vermittlung der Geschichte der Schmiede und der Handwerkskunst im Museum Frohnauer Hammer eingestimmt werden.

Um den Einfluss des Besucherzentrums auf die Ensemblewirkung des Hammerhofes trotz seiner Nähe möglichst gering zu halten, ist dessen Baukörper vom Herrenhaus abgerückt – er hält sich dezent im Hintergrund unter den Bäumen des Schreckenbergs, schmiegt sich gewissermaßen an den Berg und ist teilweise auch in ihn hineingebaut.

Das Besucherzentrum – Der diskrete Didakt
Der Eingang zum Besucherzentrum erfolgt über die südliche Terrassenmauer unterhalb der vorhandenen Biergartenterrasse: Die Gäste betreten das Besucherzentrum hier – thematisch am hier ausgestellten Bergbau orientiert – wie einen Stollen und erschließen sich auf ihrem Weg zum Empfang durch wechselnde Blickperspektiven schrittweise das „Innenleben des Berges“.

Innen empfängt die Gäste eine helle und luftige Halle mit hoher Decke und einem Südfenster, das – wie zuvor der Kiosk aus dem Jahre 1972 – exakt auf den Eingang zur Schmiede ausgerichtet ist, was von der Galerie aus einen eindrücklichen Sichtbezug bietet.

Die Außenanlagen werden zum wichtigen Bestandteil des Ausstellungskonzeptes und beinhalten neben Aufenthaltsbereichen und der notwendigen Infrastruktur auch Ausstellungsbereiche und Exponate. Das Aufgreifen von historisch verwendeten Materialien stärkt die Ensemblewirkung der einzelnen Gebäudekomplexe über die Straße hinweg. Die erweiterten, möglichst großzügigen Gehwegbereiche werden mit Granitstein gepflastert, polygonale Natursteinplatten betonen die Gesamtheit des Hammerhofes.

Die äußere Bekleidung der Holzrahmenaußenwände wird mit Holzschindeln ausgeführt, da diese für Funktionsgebäude regional typisch sind. Damit bringt das Besucherzentrum sein Selbstverständnis zum Ausdruck, denn es möchte die Aufmerksamkeit nicht auf sich lenken, sondern erst auf den zweiten Blick wahrgenommen werden.

Aus diesem Grunde sind die Außenwandflächen im 1. OG und im 2. OG auch geneigt, treten also eher wie Dachflächen in Erscheinung, was den ganzen Baukörper kleiner erscheinen lässt und zudem einen von Nebengebäuden vertrauten Anblick bietet. Außerdem tritt der Neubau durch das Aufgreifen von Elementen der Bestandsgebäude bei dennoch erkennbarer Zeitgenossenschaft in einen respektvollen Dialog mit dem Bestand.

Das Südfenster der Eingangshalle wirkt wie ein im Bergbau typisches „Lichtloch“ für den unterirdischen Bereich des Besucherzentrums und versorgt ihn ausgiebig mit Tageslicht.

Erweiterungs-Neubau BMWi

Erweiterungs-Neubau BMWi​

Erweiterungs-Neubau BMWi​

Erweiterungs-Neubau BMWi​

Entwurfsstudie zur Nachverdichtung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) am Hauptstandort in Berlin-Mitte

Projektdaten:
    • Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
    • BGF: 16.400 m2
    • Zeitraum: 2017
    • Leistungsumfang: Entwurfsstudie
Für die Schaffung von 340 zusätzlichen Arbeitsplätzen des BMWi am historisch bedeutsamen Standort – zwischen dem Invalidenhaus von 1748 und dem Invalidenfriedhof, direkt am Mauerweg und dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, gegenüber der gerade entstehenden Europacity – haben wir mit diesem Entwurf die Möglichkeiten einer städtebaulich und denkmalpflegerisch eingestimmten Nachverdichtung mit einem nachhaltigen Gebäude (Anforderung war mind. BNB Silber, Ziel BNB Gold) untersucht.
 
In enger Kooperation mit den anderen Fachdisziplinen wurden in einem komplexen Optimierungsprozess zahlreiche Varianten untersucht und ein Entwurf entwickelt, der Aspekte wie den Ortsbezug und die Aufenthaltsqualität, flexible Nutzungsmöglichkeiten, Rezyklierbarkeit und Anpassungsfähigkeit, Nutzung nachwachsender Baustoffe und regenerativer Energien und Optimierung der Hüllfläche sowie ein angemessenes Maß an Repräsentation sinnfällig vereint.

Aufstockung Sporthalle mit Büros

Aufstockung Sporthalle mit Büros

Aufstockung Sporthalle mit Büros

Aufstockung Sporthalle mit Büros

Erweiterung in Holz-Lehmbauweise in Berlin
Projektdaten:
    • Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Berlin
    • BGF: 285 m2
    • Zeitraum: 2020-2024
    • Leistungsumfang: HOAI LP 2-8
    • Architekturphotographie: © Jan Bitter
Auf einer Bundesliegenschaft in Berlin wurde eine bestehende Sporthalle mit einem Geschoss in Holz-Lehmbauweise aufgestockt. Die Erweiterung wird für Büros, Umkleiden und Sanitärräume genutzt.
Als Konstruktionsart für die Aufstockung wurden Holzrahmenwände mit Holzfaserdämmung und Brettstapeldecken gewählt. Das Kolonnaden-Thema des Erdgeschosses wird im ersten Obergeschoss aufgegriffen, indem der Rhythmus der geschlossenen und offenen Flächen nach oben gespiegelt wird, was eine kammartige Struktur erzeugt. Die keramischen Elemente der neuen vorgehängten Fassade nehmen Bezug auf die Klinker-Fassade des Erdgeschosses, wobei eine subtile Differenzierung durch unterschiedliche Fugenfarben erfolgt.