Förderschule Kleinmachnow

Förderschule Kleinmachnow

Förderschule Kleinmachnow

Förderschule Kleinmachnow

Umbau und Sanierung der Förderschule Kleinmachnow

Projektdaten:
    • Bauherr: Landkreis Potsdam-Mittelmark, Referenzschreiben anfordern
    • BGF: 1.600 m2
    • Ausführung: 2012 (Konzeptentwicklung),
      2013-2014 (1. BA)
    • Leistungsumfang: HOAI-LP 2-8
       

Der Schulstandort wurde im Hinblick auf verschiedene Szenarien untersucht, für die in enger Abstimmung mit Bauherrn und Nutzern und jeweils über die Entwicklung mehrerer Varianten zur optimalen Lösung gefunden wurde. Neben der Anpassung an den geänderten Raumbedarf bestand die Aufgabe darin, angemessene Prinzipien zur bauphysikalisch-energetischen und zur brandschutztechnischen Ertüchtigung der 1940er und 50er-Jahre-Gebäude sowie zur Gewährleistung der Barrierefreiheit zu finden. Darüberhinaus war es Entwurfsziel, auch die Präsenz im Stadtraum aufzuwerten und den Campuseingang als solchen zu formulieren.

Die Varianten wurden jeweils mit einer sehr detaillierten Kostenschätzung und Ablaufplanung für die Sanierung während des Schulbetriebs untersetzt, sodaß eine klare Vorlage zur Entscheidung auf politischer Ebene bereitgestellt werden konnte.

Goethe-Gymnasium Gera

Goethe-Gymnasium Gera

Goethe-Gymnasium Gera

Goethe-Gymnasium Gera

Baulicher und freiraumplanerischer Realisierungs-wettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil, durchgeführt als Beschränkter Wettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren, 2011
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Blacksheepscape, London Landschaftsarchitektur
Projektdaten:
    • Wettbewerb
Das Neue Ganze – Der Campus Goethe Gymasium / Rutheneum Gera befindet sich an einem historisch dicht besetzten Ort und direkt auf der mittelalterlichen Stadt-befestigungsanlage. Hier befand sich die Burg Gera und es folgten nacheinander viele weitere Gebäude regional hochrangiger Institutionen, von denen das teilweise erhaltene barocke Reussische Regierungsgebäude bis in die Gegenwart reicht. In Fortsetzung dieser Entwicklung wird mit dem Campus Goethe Gymasium nun ein städtebaulicher Auftakt zur Altstadt gebildet, der durch die Vernetzung mit dem Kontext und die Vitalität seiner Nutzer große Strahlkraft für die gesamte Stadt Gera erzeugen kann. Der Entwurf für den Umbau und die Erweiterung des Reußischen Regierungsgebäudes zum Goethe-Gymnasium Gera basiert auf einer umfassenden städtebaulichen Analyse, dem differenzierten Erfassen der Zeitschichten dieses Ortes sowie dem behutsamen Umgang mit dem Baudenkmal. Die Eingriffe in den Bestand werden durch gezielte Ertüchtigungsmaßnahmen „mit Augenmaß“ weitestmöglich reduziert, auch um Raumwirkung und Atmosphäre in authentischer Qualität wieder erlebbar zu machen. Der Erweiterungsbau ist aus dem Bestand entwickelt, seine kompakte Form und die effiziente Gliederung ermöglichen eine wirtschaftliche Errichtung und einen sparsamen Unterhalt. Die Zuordnung der Nutzungen zu den einzelnen Baukörpern ermöglicht darüberhinaus eine leichte Orientierung innerhalb des Schulkomplexes. Neue Elemente und auch der Erweiterungsbau zielen in ihrer Ausprägung nicht auf effektheischende Kontraste zum Bestand, sondern haben etwas anderes im Sinn: das Weiterbauen zum „Neuen Ganzen“. So wie in der Baugeschichte des Ortes der Vorgängerbau oft in das jeweils neue Gebäude integriert wurde, geschieht dies typologisch auch jetzt – das Denkmal wird dabei in der in ihm angelegten Art zur Geltung gebracht, das Ensemble als stimmige Einheit mit selbstverständlicher Präsenz in sein Umfeld eingebettet und die Entdeckung der Vielfalt der einzelnen Ensemblemitglieder bleibt des Betrachters zweitem Blick bewahrt.

Schule am Wildgarten

Schule am Wildgarten

Schule am Wildgarten

Schule am Wildgarten

Sanierung einer SK-Schule in Berlin-Treptow
Projektdaten:
    • Bauherr: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
    • BGF: 4.150 m2
    • Zeitraum: 2017-2021
    • Leistungsumfang: HOAI-LP 1-8

Die „Schule am Wildgarten“ liegt in direkter Nachbarschaft zum Plänterwald im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Im Rahmen einer Sanierung wurde dem strengen Plattenbau des Typs „SK 68“ ein neuer spielerischer Charakter gegeben. Neben der energetischen Verbesserung der Fassade sollte die wartungsintensive Innenentwässerung des Flachdachs in eine Entwässerung mit außenliegenden Fallrohren umgebaut werden.

Die klare Grundrissstruktur des DDR-Typengebäudes legte es nahe, sich für das Gestaltungskonzept der Fassade im Außenraum inspirieren zu lassen. Mit farbigen Eternitplatten wird die Farbgebung der umgebenden Bebauung in den neuen Brüstungsbändern aufgenommen. Jede Gebäudeseite hat ihre eigene Farbgestaltung, die z. B. auf die rot-gelbe Farbgebung des umliegenden Seniorenheims und der Wohnbebauung Bezug nimmt. Die Auswahl der Farben spiegelt den Farbkreis wider. Jede Fassade wird von zwei Farben bestimmt, die über die Fläche verlaufen und durch farbige „Pixel“ ergänzt werden. Der bereits vorhandene farbig verkleidete Aufzug wurde in das neue Farbkonzept integriert. Im Kontrast zur Farbigkeit der Brüstungselemente steht der dunkelgrau verkleidete Sockel.

Das Motiv der Brüstungs- und Fensterbänder wurde um die ehemals komplett mit Betonplatten verkleideten Stirnseiten des Schulgebäudes herumgezogen. Dunkle Fassadenplatten führen hier die Fenster der Längsseiten optisch fort. Die Schule erhält dadurch einen einladenden und wertigen Charakter, der die gut 300 Schülerinnnen und Schüler der Förderschule respektvoll willkommen heißt.

Auf der Schulhoffassade dienen die neuen, nun außenliegenden Regenrohre als „Flechtstäbe“, um die sich die Brüstungsbänder herum echten und damit dem Gebäude in der Schrägansicht ein abwechslungsreiches plastisches Aussehen geben. Auf der ruhigen, dem Schulhof abgewandten Seite, wurden in die Flechtstäbe Nistkästen für Vögel integriert – die gesamte Fassade wird zum Vogelhotel. Zu jedem Klassenraum gehören zwei Nistkästen, die vom Innenraum beobachtet und didaktisch in den Unterricht einbezogen werden können. Alle Maßnahmen wurden im laufenden Betrieb umgesetzt.

Im Innenraum wurden die Flure mit einem differenzierten Farbkonzept gestaltet. Jeder Flur ist in einer eigenen Farbe gestrichen – mit leichten Nuancen in den Bereichen vor den Klassenräumen. So erhält jede Klasse ihren eigenen „Vorgarten“, was zur Identikation der Schüler und Schülerinnen mit dem Gebäude beiträgt.

Aula des Kultur- und Bildungszentrums Prenzlauer Berg

Aula des Kultur- und Bildungszentrums Prenzlauer Berg

Aula des Kultur- und Bildungszentrums Prenzlauer Berg

Aula des Kultur- und Bildungszentrums Prenzlauer Berg

Denkmalgerechte Sanierung und Ausstattung der Aula des Kultur- und Bildungszentrums Prenzlauer Berg “Sebastian Haffner”, das 1884-86 nach Plänen des Stadtbaurats Hermann Blankenstein als Gemeindedoppelschule in neoklassizistischem Stil errichtet wurde, zum multifunktionalen Veranstaltungssaal.

Projektdaten:
    • Bauherr: Bezirksamt Pankow von Berlin
    • BGF: 212 m2
    • Zeitraum: 2014-15, 2018-20
    • Leistungsumfang: HOAI-LP 2-9
  •  

In enger Zusammenarbeit mit den Restauratoren und dem Denkmalamt wurde die Aula des Gebäudes im 3. Obergeschoss denkmalgerecht saniert. Wo nötig wurden die Fenster nach historischem Vorbild erneuert. Wände, Decken und Türen wurden gemäß restauratorischem Befund aufgearbeitet und die Farbgebung in ihrer bauzeitlichen Fassung wieder hergestellt.
Neue Ausstattungselemente setzen sich durch ihre zeitgenössische Gestaltung und einheitliche Farbgebung als neue Zeitschicht optisch ab. Dabei soll ein stimmiges Gesamtbild erzeugt werden, ohne auf die Lesbarkeit von Bestand und Zutat zu verzichten.
Neben Ausstellungen finden in der multifunktionalen Aula u. a. Volkshochschulkurse, Lesungen und Konzerte statt.

Fassadensanierung Haus 11

Fassadensanierung Haus 11

Fassadensanierung Haus 11

Fassadensanierung Haus 11

Energetische Fassadensanierung eines Plattenbaus im Rahmen eines Forschungsvorhabens der HNE Eberswalde

Projektdaten:
    • Bauherr: HNE Eberswalde
    • Zeitraum: 2010-2011
    • Fassadenfläche: 2.400 m2
    • Leistungsumfang: HOAI-LP 2-8
    • Architekturphotographie: © Hans Jürgen Landes

Der als Seminar-, Hörsaal- und Bürogebäude genutzte Plattenbau „Haus 11“ der HNE Eberswalde wies im Bestand zahlreiche bauphysikalische Schwachstellen auf und darüberhinaus machte auch das äußere Erscheinungsbild des Bestandes einen auffällig vernachlässigten Eindruck. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens, bei dem detaillierte wissenschaftliche Untersuchungen zum Verhalten von Holz-Vorhangfassaden durchgeführt werden, ist eine Fassadensanierung durchgeführt worden, bei der unter Einsatz nachwachsender Rohstoffe sowie durch Einsatz von Photovoltaik-Dünnschichtmodulen (integriert in die Holzfassade) ein Jahres-Primärenenergieebedarf erreicht wird, der nicht einmal 40% des gem. aktueller Energieeinsparverordnung zulässigen Wertes beträgt. Desweiteren wurde auch eine deutliche ästhetische Aufwertung der Gebäudehülle gewünscht, um den Anspüchen der expandierenden Hochschule an ihre Außenwirkung auch auf dieser Ebene gerecht zu werden.

Um das Überdimensionierte und monoton gerasterte Gebäude in seiner raumgreifenden Wirkung zu relativieren wurde es visuell in ein Ensemble mehrerer Baukörper aufgelöst. Der expressivere obere Baukörper hat eine geknickte Oberflächenstruktur aus unbehandelter Lärchenholzbekleidung erhalten, die das Gebäude in der Länge gliedert und der zuvor sehr trägen Silhouette am Waldrand neues Leben einhaucht. Auch die Gestaltung der Waldseite (Nord- und Ostfassade) setzt auf die Auflösung des zu großen Bauköpers in der Wahrnehmung des Betrachters. Da die Blicke jedoch auf dieser Seite, also vom Wald kommend, auf die Campus-Bebauung gerichtet sind, wurde hier Putz (WDVS) eingesetzt, dessen Farbflächen so auf der Fassade arrangiert wurden, dass die vom Stadtcampus durch den Wald kommenden Studierenden ein heiteres Farbspiel empfängt und auf den Waldcampus der Hochschule einstimmt, sodass sich auch für diese Perspektive ein spürbarer Mehrwert ergibt.

Mensa Waldcampus

Mensa Eberswalde

Mensa Eberswalde

Mensa Eberswalde

Neubau eines kombinierten Mensa- und Lehrgebäudes auf dem Waldcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Projektdaten:
    • Bauherr: Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
    • BGF: 1.710 m2
    • Zeitraum: Planung: 2009-2010
      Realisierung: 2011-2013
    • Leistungsumfang: HOAI-LP 2-9
    • Auszeichnung: Lobende Erwähnung beim Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2018
    • Architekturphotographie: © Ulrich Schwarz, Berlin

Ausgangspunkt der entwurflichen Überlegungen für die neue Mensa war die Feststellung, dass dem Waldcampus eine Mitte, ein zentraler Ort fehlt, an dem sich die Studenten treffen und in den zeitlichen Freiräumen austauschen oder einfach in inspirierender Atmosphäre regenerieren können. In diesem Sinne wird an strategisch günstiger Stelle vor und in der Mensa eine solche Campusmitte geschaffen. Diese ist als Pendant zum Halbrund des Hörsaalgebäudes als konkaver Außenraum ausgebildet und bietet durch das abfallende Gelände terrassierte Freiflächen, die durchlaufend mit Sitzbänken ausgestattet sind. Die in der Höhe gestaffelten Sitzebenen können zum einen als Tribüne bei Aufführungen der studentischen Theatergruppe genutzt werden, gleichzeitig wirkt die neue Campusmitte durch diese Konstellation permanent als Bühne und lässt die Studenten zu Protagonisten einer alltäglichen und doch immer wieder einzigartigen Szene werden.

Die Topographie zieht sich, durch die offene Speisesaal-Fassade auch von außen deutlich wahrnehmbar, in Form einer „Sitzwand“ durch den Speisesaal bis in den südlich angrenzenden Hof und wird dadurch auch Teil des Mensa-Innenraumes. Die Zweigeschossigkeit erzeugt hier räumliche Großzügigkeit und ermöglicht durch den Tageslichtbezug überhaupt erst eine hochwertige Nutzung an dieser Stelle „im Hang“.
End- und Höhepunkt der gebäude-übergreifenden Erschließungsachse ist eine Loggia, die jederzeit einen witterungsgeschützten Treffpunkt mit erhabenem Ausblick auf den Waldrand des Barnimer Höhenzuges bietet. In Bild 3 gut erkennbar ist auch der Moment, in dem die Erschließungsachse zur Brücke wird, sich der Passant also ohne Kraftanstrengung vom Erdgeschoss in das Mensa- Obergeschoss bewegt und dabei mit Aus- und Einblicken verwöhnt wird.

Die variierend geneigten Stützen sind Teil eines geschosshohen Fachwerkträgers, der den gesamten Speisesaal mit nur einer Stütze überspannt und dadurch eine große Flexibilität für verschiedenste Nutzungen des Saales gewährleistet. Die schon in den benachbarten Gebäuden angelegte Erschließungsachse wird weitergedacht und verbindet nun die verschiedenen Hörsäle und Lehrräume des Standortes auf einer Ebene. Dabei öffnet sie sich als einladende Geste nach Norden, von wo aus viele Studierende sich dem Gebäude nähern.

Die in Grund- und Aufriss wie ein Trichter erscheinende Verbindungsachse verleiht der Mensa dabei eine einprägsame Gestalt und macht darüberhinaus die Schichtung der Funktionen im Gebäude deutlich.
Für Nutzungskombinationen der Mensa mit dem Hörsaalgebäude, z.B. Catering bei Tagungen und Konferenzen, ist eine interne Anbindung gewünscht, sodass der Neubau mit dem Hörsaalgebäude baulich verbunden wurde und auch als Erweiterung gelesen werden kann. Die Kita im südwestlichen Gebäudeteil ist in das Gebäude integriert, aber auch als eigener Baukörper erkennbar und verfügt über eine direkt anschließende Außenspielfläche. 

Eberswalde ist schon seit über 180 Jahren ein wichtiger Standort der Forstwissenschaften. Darüberhinaus trägt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde den Titel „Grünste Hochschule Deutschlands“, was im Sinne einer „Corporate Identity“ gegenüber Drittmittelpartnern und Studenten, aber auch aus dem Selbstverständnis der Hochschule heraus zum Wunsch führte, Holz als bevorzugtes Baumaterial zu verwenden. Holz findet daher bei diesem Gebäude in großem Umfang Einsatz: in Form von Massivholz-Decken und Wänden, für Einbauten und natürlich auch nach außen sichtbar: als Fassadenmaterial.